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Paul e.V.
20 Jahre Hilfe von Mensch zu MenschSeit 20 Jahren setzt sich der Verein Paul e.V. für Menschen in Afrika ein. Begonnen hat alles mit einer Reise, die Gertrud Schaubers Leben verändert hat. 1996 besuchten Paul und Getrud Schauber ihre Tochter Almuth in der Hauptstadt Ghanas. Almuth forschte damals über die Lebensbedingungen in der Millionenmetropole. Die Not war direkt spürbar, aber auch die Überlebenskunst der Menschen. Diese Eindrücke und die Arbeit von Catholic Action for Streetchildren (CAS) veranlassten die Schaubers Spenden zu sammeln und diese nach Ghana weiterzuleiten. Ziel der Spenden ist dabei die lebensnahe Unterstützung und Hilfe zur Selbsthilfe.
Am 6. September 2000 wurde der Verein Paul e.V. gegründet. Dabei steht das Kürzel für das Leitmotto des Vereins - Partnerschaft unterstützt Lebenslinien - und erinnert dabei zugleich an den verstorbenen Mitinitiator der Ghana-Hilfe, Paul Schauber.
Der Gesanverein Melomania, vornehmlich die Femina Melomania zusammen mit unseren Nachwuchschören, unterstützen schon sehr lange u.a. mit Benefizkonzerten den Verein. Zum 20. jährigen Jubiläum hat Paul e.V. eine Broschüre herausgebracht. Diese verdeutlicht eindrucksvoll das selbstlose Engagement von Getrud Schauber und den Mitgliedern und Unterstützern des Vereins.
Wer den Verein unterstützen möchte, ist herzlich eingeladen.
Alles Gute für weitere 20 Jahre!
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Stimmgewaltiges „Gott segne Afrika“
Es war großartig!“ Gertrud Schauber, Vorsitzende von Paul e.V., sagte in ihren Dankesworten am Ende des Benefizkonzertes ,was wohl alle in der voll besetzten katholischen Kirche in Kreuzwertheim dachten.Afrika, insbesondere Ghana, stand im Mittelpunkt dieses Wohltätigkeitskonzertes. Paul e.V. hatte eingeladen, Paul steht dabei für „Partnerschaft unterstützt Lebenslinien“. Der Verein setzt sich seit vielen Jahren erfolgreich für benachteiligte Bevölkerungsgruppen in den Ländern des Südens ein.
Die Konzertbesucher erlebten dabei eine Aufführung der allerfeinsten Klasse. Drei Chöre gestalteten diesen für alle Musikfreunde überaus lohnenden Abend: Femina Melomania Helmstadt unter Leitung von Johannes Klüpfel, die Schola Trennfeld unter Leitung von Xaver Mayr und der Jugendchor Melomania Helmstadt unter Leitung von Jenny Rachmetow.
Geboten wurde ein absolut ausgeglichener Gesamtklang, gefühlvoll und stimmlich nahtlos perfekt aneinandergefügt. Rhythmisch, begeisternd und gefühlvoll wurde die Musik Afrikas in den verschiedenen Sprachen dieses Kontinents vorgetragen. Instrumental bisweilen von Trommeln begleitet.
Optimismus war die Botschaft vieler Lieder, sie handelten in der Mehrzahl vom Frieden und von Gott. Die Sängerinnen aus Trennfeld und Helmstadt eröffneten gemeinsam das Abendprogramm mit der Hymne der afrikanischen Bevölkerung. Dabei wechselten die Sprachen: Xhosa, Zulu und Sesotho: Gott segne Afrika. Stimmgewaltig präsentierten sich die Sängerinnen, bisweilen erzeugte ihre ausdrucksstarke Sangeskunst auch ein Gänsehautgefühl.
Zwischendurch berichtete Gertrud Schauber von den Projekten in Afrika. Seit 1996 bestehen Kontakte zum Straßenkinderprojekt in Accra, der Hauptstadt von Ghana. 50 000 Straßenkinder haben die Möglichkeit, sich dort für Schule und Ausbildung zu treffen, gesundheitliche Informationen, Aufklärung und medizinische Grundversorgung zu erhalten. Diakon Thomas Pfeifer erzählte von der Begegnung mit einem afrikanischen Jungen, der erstmals Europa betrat. Was für ein Kontrast, der Junge berichtete von den wilden Tieren der Serengeti und dabei rollte das Auto über die Autobahn in Frankreich.
Die drei Chöre wechselten sich vortragend im Altarraum ab. Liedern in deutscher Sprache folgte „Adiemus“, gesungen in einer Fantasiesprache, und der Jugendchor begeisterte mit einem liberischen Kindersong. „Weine nicht, hübsches Mädchen“.
Rhythmisches Trommeln und immer wieder Lieder aus Ghana, teils mit ernstem Inhalt, doch am Ende mit Gottvertrauen und Zuversicht: „Trockne deine Tränen, deine Kinder werden nach Hause kommen, nach Afrika. Weint nicht, singt ein Lied der Freude!“
Die harmonische Sangeskunst ließ am Ende nur eines zu: Beifall, ganz lange anhaltend. Gerne haben die Kirchenbesucher dieser frohen Sängerrunde zugehört, bei der alle Akteure singend und musizierend gleichermaßen zur Dimension des Konzertabends beigetragen haben.
Selbst bei der Zugabe brillierten die singenden Damen mit all ihren musikalischen Facetten. Ein gemeinsam mit dem Publikum gesungenes Lied aus Südafrika, mehrstimmiger Gesang in der Sotho-Sprache, begleitet von harmonischem Klatschen führte zu einem würdigen Abschluss: „Tuma mina, tuma mina, Tuma mina so mandla“.
Fotos: Mainpost (Hoger Watzka)






