Helmstadt Auch heuer kamen die Zuhörer im voll besetzten Pfarrsaal auf ihre Kosten: Das Programm des Männerchors Melomania bot dabei viel Abwechslung. Stimmungsvoll leiteten Zither- (Petra Martin) und Gitarrenspiel (Anette Dill) das rund zweistündige Männerchor-Konzert ein.
Dazwischen konnte man seine Gedanken schweifen lassen bei Mundartgedichten, wie "Die vier Jahreszeiten", gelesen von Luise Schraudt, "Groaßi Wünsch" von Hildegard Baunach. Einem Satz konnten bestimmt alle zustimmen: "I möucht, mei liawa Herrgott, Du, a bißla no gelab". Maria Lurz zeigte humorvoll auf, wenn man "Keen Daorm im Leib" hat und dass es manchmal besser ist, wenn man sagen kann"I heu getröaumt".
Am Ende des ersten Teils gab es noch die schöne, ruhige sängerische Feststellung "Sis Feierabend" und jeder sinnierte mit Hildegard Baunach über das Gedicht "A Toach". Mit "Sall Eckerla" berührte Luise Schraudt besonders die Zuhörer, da jeder den "Sastelberch" kennt. Fred und Ralf Wander spielten dazwischen auf der Ziehharmonika mit Potpourris und "Unter Erlen" auf.
Im folgenden Teil berichteten die Lieder und die Gedichte von einer Seereise voller Gefahren: Es sangen zum Abschied vom Festland die Männer das "Schifferlied" zur endgültigen Vorbereitung auf die große Fahrt. Der "Matrosenchor" auf hoher See sang melodiös und mit Inbrunst die "Dalmatinische Barkarole".
Die "Sturmfahrt" zeigte, dass man nicht nur in ruhigen Gewässern segelt. Mit "Seemannslos" wurde die oft harte Probe eines Schiffes besungen, die Rettung folgte mit "Seemannstreue". Eindrucksvoll gelang es den Männern immer wieder diese Stimmungen darzustellen.
Humorvoll rundete der Einakter "Die geprüfte Kreuzfahrt" den Abend ab. Thea Mähling und Luise Schraudt spielten zwei Melo-D(r)amen, die einen künftigen Vereinsausflug schon einmal zur Probe gemacht hatten und nun von Gerald Wiegand am Bahnhof abgeholt wurden. Beide Damen berichteten von den vielen Malheurs auf dem Schiff, so dass herzlich gelacht werden konnte.
Übereinstimmendes Fazit war: Nur der Vorsitzende Werner Blatz kann so eine Reise machen, "weil der alles verträgt". Der Rest des Vereins wird am besten wieder ein Wochenende in Burg Rothenfels verbringen, was auch schon weit weg ist.
Ludwig Baunach ließ den Abend mit volkstümlichen Liedern auf der Ziehharmonika ausklingen und jeder konnte mitsingen.





