
FOTO ROBERT HEUSSLEIN
Einen echten „Winterzauber" mit besinnlichen Worten und adventlichem Chorgesang präsentierten die Musik- und Chorgruppen der „Melomania Helmstadt" zusammen mit Gastvereinen zum „Winterzauber" am Vorabend des Nikolaustages. Vor nahezu vollen Reihen in der zum Advent stimmungsvoll dekorierten Holzkirchhauser Welsbachtalhalle
hieß Albert Rappelt, Vorsitzender des Gesangvereines aus Helmstadt, zum gemeinsamen Adventssingen willkommen. Er freue sich, nach zehn Jahren wieder zu einem „Winterzauber" anstimmen zu können.
Er freute sich auch über das Mitwirken der Nachbarchöre aus Großrinderfeld, Neubrunn, Bettingen, Wenkheim und sogar aus Röthlein bei Schweinfurt. Das Ensemble „Femina Melomania" unter Leitung von Johannes Klüpfel eröffnete mit dem Titellied des Abends „Winterzauber" den Reigen und schloss mit russischen Klängen von „Bajuschki Baja". Nachdem jeder Geburt eine Schwangerschaft vorausgeht, die Sänger des „Liederkranz Großrinderfeld" (dirigiert von Brigitte Meuser) Maria durch den Dornwald gehen, ließen die Gäste schon einmal die „Heilige Nacht" vorspüren, um dann noch Händels „Tochter Zion" klangvoll hinzuzufügen.
Luise Schrauth umschrieb in Mundart die Tradition des Plätzchenbackens mit all seinen Überraschungen der fehlenden „Füßchen" oder ungewollten „Mohren" als Ergebnis. Nach Saitenmusik von Petra Martin und Annette Dill verschaffte der Kirchenchor aus Röthlein mit Chorleiterin Silvia Albert in Unrast der Zeit den „Klangen der Stile" Raum. Dem schlossen sich der Gospelsong „Let my light shine bright" im modernen Gewand an.Den direkten Kontrast dazu brachte der Gesangverein 1867 Bettingen, mit Frank Wolz am Dirigentenpult mit „Ehre sei Gott in der Höhe" von Friedrich Silcher ins Programm ein. Mit einrahmenden Worten schlugen Heike Baunach, Jessica Fiederling und Kathrin Krug als Conferenciers Brücken zwischen den Chorauftritten.Gleich mit drei Chorgruppen war der Gesangverein „Eintracht Wenkheim" mit Dirigenten Claudiu Muresan auf die Bühne gekommen. Die „Harmonie" mit ausschließlich Damenstimmen waren in modernem Chorsatz der Auffassung: „Das muss ein Engel gewesen", bevor die gemischte Besetzung im Weihnachtsstern den schönsten Stern aufsteigen ließ und die Männer singend verkündeten: „Weihnacht ist heut".
Mit „Nur ein Lächeln" in Poesiezeilen ausgedrückt, bedachte Notburga Rauch das Publikum, um danach den Joy-Singers (Leitung Inga Hansen) aus Neubrunn die Bühne zu überlassen. „Mit Sonne im Herzen", einem Gospel, machten sich diese auf in die „Stille zu Bethlehem" und verbanden, wie auch das folgende „Vokalensemble Melomania" in ihren zeitgemäßen Arrangements schönem Gesang mit Rhythmus. Jessica Fiederling glänzte als Solistin mit „You are the light", und Eva Ludwig mit „Joy". Gleich in drei Liedern von klingenden Glocken läutete der gastgebende Männerchor das Finale ein, das mit allen Melomania-Chorgruppen gemeinsam mit dem Andachtsjodler den Schlusspunkt eines stimmungsvollen bunten Chorabends setzte.
Mit Blasmusik der „Helmstadter Musikanten" unter Leitung von Klaus Rappelt, blieb noch Zeit, um sich unter Sängern auszutauschen.





