Es war nicht das typische besinnliche Adventskonzert, welches das Vocalensemble Melomania aus Helmstadt unter der Leitung von Johannes Klüpfel am 2. Adventswochenende in der Heilig Geist-Kirche gab. Unter dem Titel „Last Christmas … 2012?“ thematisierten sie die in den Medien viel beachtete Weltuntergangsvision des Maya-Kalenders. In ihren vier Texten, die von Sebastian Kinner, Corinna Kempf, Andrea Dinkel und Kerstin Bauer vorgetragen wurden, stellten sie den Weltuntergangsängsten mancher Zeitgenossen christliche Gedanken gegenüber,
die von der bleibenden Liebe am Ende eines Lebens, von der großen Gebogenheit des Glaubens und der Hoffnung auf ein Umdenken im Advent zeugen. Die Geburt Christi, nicht der Weltuntergang war Thema des Konzertabends. Und auch in der Liedauswahl wich die Formation diesmal sehr von den traditionellen Adventsliedern oder auch den weihnachtlichen Gospels ab. So gab es neben manchen Liedern aus der Anbetungsszene auch manches Stück aus der Pop-Geschichte zu hören, Stücke wie „We will rock you“ von Queen, den „Earth Song“ von Michael Jackson, „Tears in heaven“ von Eric Clapton oder „Kyrie eleison“ von Mr. Mister. Aber immer gut arrangiert für den gewaltigen Chor. Der war einfach stark in seiner Ausdruckskraft und Geschlossenheit. Ein virtuoser Johannes Klüpfel am E-Piano und ein sich rhythmisch gut einpassender Reinhard Kitzing am Schlagzeug sorgten für den nötigen Rückhalt des Ensembles, aus dem sich ab und zu gute Solisten hervor schälten. Die Botschaft, dass die Welt nicht untergeht und stattdessen Christi Geburt am Heiligen Abend gefeiert wird, auf die man sich im Advent mit Ruhe und Besinnung vorbereiten kann, kam jedenfalls an.





