Erstmals ehrten wir unseren Nachwuchs. Zauberer Floh, Kindercocktails und viele schöne Begegnungen machten den Nachmittag in der Hans-Böhm-Halle zu einem besonderen Erlebnis.
„Wie macht er das denn?“ Diese Frage war beim Kinderkommers von Melomania wohl häufiger zu hören als jede andere. Dabei rätselten nicht nur die Kinder. Auch viele Erwachsene waren sich zwischenzeitlich sicher, einen Trick von Zauberer Floh durchschaut zu haben. Doch genau dann passierte etwas völlig Unerwartetes und das Staunen begann von vorne. Schon beim Betreten der Hans-Böhm-Halle war zu spüren, dass dieser Nachmittag etwas Besonderes werden würde. Familien kamen ins Gespräch, Kinder entdeckten Freunde aus Chor und Schule wieder und an der Cocktailbar waren die ersten bunten Getränke bereits gefragt. Besonders die von Leni Weisbach und Klara Kuhn gemixten Kindercocktails entwickelten sich schnell zu einem Publikumsliebling. Dazu gab es frische Waffeln und viele Gelegenheiten für Begegnungen und Gespräche.
Erstmals Kinder und Jugendliche geehrt
Im Mittelpunkt des Nachmittags standen zunächst die Kinder und Jugendlichen selbst. Im Jubiläumsjahr „135 Jahre Melomania“ wurden sie erstmals ganz bewusst für ihre Vereinszugehörigkeit geehrt. Ausgezeichnet wurden Mitglieder für fünf und zehn Jahre Zugehörigkeit zum Verein. Dabei wurde schnell deutlich, wie viele gemeinsame Erinnerungen in dieser Zeit entstanden sind. Manche denken an Auftritte und Konzerte zurück, andere an Ferienprogramme, Ausflüge oder besondere Projekte. Die musikalische Weltreise, die Kunterbunt-Konzerte, Auftritte auf der Landesgartenschau, „Zauberspiel und Hexenwerk“ oder das Musik-Café sind nur einige der Stationen, die viele der Kinder gemeinsam erlebt haben. Man sammelt in einem Verein eben nicht nur Lieder. Man sammelt vor allem Erinnerungen.
Von der ersten Zauberkiste bis zum großen Finale
Nach den Ehrungen gehörte die Bühne schließlich Zauberer Floh. Und der präsentierte nicht einfach nur Kunststücke. Stattdessen nahm er sein Publikum mit auf seine ganz persönliche Reise. Er erzählte von seinem ersten Zauberkasten, von seinem Großvater, der ihn auf diesem Weg begleitet hat, und von den ersten Schritten, die schließlich zu seinen heutigen Auftritten führten. Jede dieser Erinnerungen verband Floh mit passenden Tricks. Immer wieder holte er Kinder auf die Bühne und bezog sie aktiv in die Show ein. Dabei gelang ihm etwas, das nur wenigen Künstlern gelingt: Kinder und Erwachsene gleichermaßen zu fesseln. Besonders schön wurde es zum Abschluss. Gemeinsam mit allen Kindern wurde ein großer Zauber vorbereitet. Aus der Luft wurden imaginäre Zutaten gesammelt und in einen Topf geworfen. Jeder half mit, jeder war Teil des Ganzen. Als sich der Topf schließlich tatsächlich mit Bonbons füllte, war die Begeisterung groß. Schnell bildete sich eine lange Schlange, denn natürlich wollte sich niemand seine wohlverdiente Belohnung entgehen lassen.
Gemeinschaft, die in Erinnerung bleibt
Doch auch nachdem der letzte Trick gezeigt und das letzte Bonbon verteilt war, war der Nachmittag noch nicht zu Ende. Viele Familien blieben noch in der Halle, die Kinder spielten gemeinsam weiter und die Erwachsenen nutzten die Gelegenheit für Gespräche. Genau diese Momente zeigen, worum es bei Melomania eigentlich geht. Natürlich um Musik. Aber ebenso um Gemeinschaft, Freundschaften und gemeinsame Erinnerungen. Nach diesem gelungenen Nachmittag richtet sich der Blick bereits nach vorne. Am 10. August macht der SingBus der Deutschen Chorjugend Station in Helmstadt und lädt Kinder ab drei Jahren zum Mitmachen ein. Außerdem freut sich Melomania auf den traditionellen Milchkaffee am 16. August im Milchhaus. Wir bedanken uns bei allen Kindern, Familien, Helferinnen und Helfern, die diesen besonderen Nachmittag möglich gemacht haben. Denn manchmal bleiben nicht die Programmpunkte in Erinnerung. Sondern die Momente, in denen gemeinsam gelacht, gestaunt und erlebt wurde.



