Mit bewegenden Ehrungen, zwei neuen Ehrenmitgliedern und vielen gemeinsamen Erinnerungen feierten wir den Festkommers unseres Jubiläumsjahres.
Manche Veranstaltungen plant man über Monate hinweg und trotzdem weiß man erst hinterher, ob daraus wirklich ein besonderer Abend geworden ist.
Als sich beim Festkommers zu unserem 135-jährigen Jubiläum die Reihen in der festlich geschmückten Halle füllten, war vor allem eines spürbar: Die Vorfreude auf einen Abend, an dem nicht Programme, Tagesordnungen oder Zahlen im Mittelpunkt stehen sollten, sondern die Menschen, die unseren Verein über viele Jahre und Jahrzehnte begleitet haben.
Schon bei der Begrüßung zeigte sich, welche Bedeutung Melomania für viele Gäste hat. Fast alle Plätze waren besetzt. Viele bekannte Gesichter trafen aufeinander, Erinnerungen wurden ausgetauscht und an den Tischen wurde bereits vor Beginn lebhaft erzählt.
Unsere Bürgermeisterin Christiane Lurz hob in ihrem Grußwort die Bedeutung der Vereine für das gesellschaftliche Leben hervor und würdigte insbesondere die vielfältige Arbeit von Melomania. Dabei ging es nicht nur um Musik, sondern auch um Gemeinschaft, Kultur und die vielen Angebote für Kinder und Jugendliche, die unseren Verein bis heute prägen.
Was danach folgte, war weit mehr als eine Reihe von Ehrungen.
Gemeinsam machten wir uns auf eine kleine Reise durch die vergangenen Jahrzehnte.
Bei jeder Ehrungsstufe wurde deutlich, wie eng persönliche Erinnerungen mit der Geschichte unseres Vereins verbunden sind. Wer vor 15 Jahren Mitglied wurde, erinnert sich an andere Ereignisse als jemand, der bereits seit 50 oder sogar 70 Jahren Teil von Melomania ist. Gerade diese Rückblicke sorgten im Saal immer wieder für Schmunzeln, zustimmendes Kopfnicken und viele Gespräche an den Tischen.
Manchmal genügte ein einzelnes Stichwort und plötzlich erzählten sich die Sitznachbarn von einem Konzert, einem Vereinsausflug oder einer Begebenheit, die viele Jahre zurücklag und trotzdem sofort wieder präsent war.
Genau das macht einen Verein aus. Gemeinsame Erinnerungen verschwinden nicht, sie werden mit den Jahren oft sogar wertvoller.
Besonders bewegende Momente erlebten wir bei den Ehrungen für 60 und 70 Jahre Mitgliedschaft. Sechs oder sieben Jahrzehnte Vereinstreue sind Zahlen, die man kaum begreifen kann. Als die Gäste diese außergewöhnlichen Jubiläen mit stehenden Ovationen würdigten, wurde deutlich, welchen Respekt und welche Wertschätzung sich die Geehrten über viele Jahre hinweg erworben haben.
Eine Premiere gab es bei der Ehrung für 50 Jahre Mitgliedschaft.
Nach der Überarbeitung unserer Ehrenordnung haben wir uns bewusst für neue Wege entschieden. Statt einer Ehrennadel erhielten die Jubilare erstmals ein eigens zusammengestelltes Präsentpaket mit Jubiläumswein und individuell gestalteten Etiketten der jeweiligen Ehrungsstufe sowie einem Dreierset aus Heimat-Leberwurst, Jubiläums-Roter und Jubiläums-Weißer.
Die Idee sorgte zunächst für einige Schmunzler.
Schon nach kurzer Zeit war jedoch klar, dass die Präsentpakete genau das vermittelten, was wir uns erhofft hatten: Wertschätzung, Verbundenheit zur Heimat und ein Präsent, das man mit Freude genießen kann.
Zu den emotionalsten Momenten des Abends gehörte ohne Zweifel die Ernennung von Gerd Günder und Bruno Schlör zu Ehrenmitgliedern unseres Vereins.
Beide waren sichtlich überrascht, als sie gebeten wurden, noch einen Moment auf der Bühne zu bleiben. In den anschließenden Laudationen wurde deutlich, wie eng sie über viele Jahre mit Melomania verbunden waren und wie vielfältig sie unseren Verein unterstützt haben. Der langanhaltende Applaus zeigte, dass diese Ehrungen für viele Gäste nicht nur nachvollziehbar, sondern längst überfällig waren.
Für die musikalische Umrahmung sorgten die Schoppendales aus Altertheim. Dabei blieb es nicht bei Musik von der Bühne. Immer wieder zogen die Musiker durch die Reihen und sorgten direkt an den Tischen für Stimmung. Zahlreiche Gäste sangen mit und machten den Abend damit selbst zu einem Teil des Programms. Und vielleicht war genau das das Schönste an diesem Festkommers.
Auch nachdem die letzten Ehrungen überreicht waren, blieb noch lange niemand in Aufbruchsstimmung. Es wurde erzählt, gelacht und erinnert. Alte Geschichten machten die Runde, neue Erinnerungen entstanden und die letzten Gäste verließen die Halle erst weit nach Mitternacht.
Für uns war dieser Abend weit mehr als ein offizieller Programmpunkt im Jubiläumsjahr. Er war ein lebendiger Beweis dafür, was Melomania seit 135 Jahren ausmacht:
- Menschen, die zusammenkommen.
- Menschen, die Erinnerungen teilen.
- Und Menschen, die einen Verein mit Leben füllen.
Deshalb bedanken wir uns bei allen Jubilaren, Ehrenmitgliedern, Gästen, Helferinnen und Helfern, den Schoppendales aus Altertheim sowie unserer Bürgermeisterin Christiane Lurz.
Wir freuen uns bereits auf die nächsten Begegnungen, auf den SingBus am 10. August, den Milchkaffee am 16. August und viele weitere gemeinsame Momente.
Denn eines hat dieser Abend eindrucksvoll gezeigt:

