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Serenade in trockenen Tüchern

 Sängertreffen fand sicherheitshalber schon wieder in der Festhalle statt

serenade
Foto: Robert Heusslein

Die Sommernacht-Serenade fand leider wieder nicht im Freien, sondern in der Festhalle statt: Der Erlenbacher Musik- und Gesangverein konnte auch bei seinem fünften Open-Air-Liederabend nicht auf das Wohlwollen von Petrus vertrauen und mussten die Sangesfreunde statt am romantischen „Klein-Nizza-See“ unter dem regensicherem Dach der Festhalle willkommen heißen.

Die Sängerinnen und Sänger ließen sich dadurch jedoch nicht die Sangesfreude verderben und sangen sich und den Zuhörern Sonnenschein und laue Abendstimmung in Herz und Gemüt.

Fünf Chöre aus dem Altlandkreis Marktheidenfeld, den Gesangverein Sängerlust Holzkirchhausen, den Chor „femina melomania“ Helmstadt, die Sängerrunde Holzkirchen, den MGV 1888 „Frohsinn“ Birkenfeld sowie den eigenen „Carmina-Chor“ konnte Heiko Flohr als Vorsitzender des MGV zusammen mit den „Erlenbacher Musikanten“ (Leitung: Bernhard Reußner) begrüßen. Er bedauerte es, dass man von fünf Sommernacht-Serenaden nur zwei unter freiem Himmel veranstalten konnte.

Dennoch lud er alle ein, bei Musik und Gesang gemeinsam freudige und gesellige Stunden zu verleben, durch die dann Kurt Liebler als Moderator führte. Nach den Musikern, die sozusagen die Ouvertüre angestimmt hatten, fiel der gastgebende „Carmina-Chor“, unter Leitung von Olga Bohn mit „Schöne Dinge fein“ aus dem Barock und mit „Lenas Song“ zeitgemäß ein.

Die „Sängerlust“ Holzkirchhausen (Leitung: Dietmar Kempf) erhob ein „Salut“ auf südliche Sommernächte, ließ diese bei Gitarrenklang romantisch werden, bevor man sich wieder gerne der „lieben Heimat“ zuwandte. Die Sängerinnen und Sänger der „femina melomania Helmstadt“ (Leitung: Johannes Klüpfel) machten sich auf eine Reise rund ums Mittelmeer, um dabei zunächst in Afrika, mit fremdländischer Melodie, und weiter übers Meer, im Balkan bei Liebenden Halt zu machen.

Konzentrierte Zuhörer

Nach einer Pause zum Gespräch, den, die der MGV-Vorsitzende den Zuhörern wegen ihrer beispielhaften Ruhe bei den Vorträgen gönnte, buhlten zunächst wieder die Musiker und dann die Sängerrunde Holzkirchen, dirigiert von Gerhard Huppmann, um Aufmerksamkeit. Sie skizzierten dem aufkommenden „Abendfrieden“, die Erkenntnis der Lebensweisheiten „Fein sein, beieinander bleib'n“, wobei man sich sicher „So a Schöplle Frankewein“ verdient habe. Als einziger reiner Männerchor unter den Gastvereinen ließ der MGV „1888 Frohsinn“ Birkenfeld (Leitung: Gerhard Müller) erst „Die Pferde zu vieren traben“, bevor man zum „Ave Maria der Berge“ innehielt und schließlich aufforderte: „Hans bleib da, man weiß ja nicht wie's Wetter wird“ – wohl eine Anspielung auf den Aufführungsort.

Den Schlusspunkt der Melodienfolge setzten schließlich wieder die Gastgeber mit einer instrumentalen Interpretation der Titelmelodie aus „Sister Act“, „I will follow him“ und dem Chortitel passend „Zum Abschied“, bevor die Darbietungen der Sänger und die musikalische Unterhaltung für viele all zu früh ihren Abschluss nahmen. Heiko Flohr bedankte sich bei allen Chören, denen er einen Gegenbesuch zusicherte und die er zum modernen Konzertabend im November wieder in die Erlenbacher Festhalle einlud.