Wie aus „Himmelslichter“ ein Zeichen der Verbundenheit mit Witwen und Waisen in Ghana wurde
Der 27. Februar 2026 war einer dieser Tage, an denen der Nebel wie ein weiches Tuch über der Landschaft lag. Als wir nach Hasloch fuhren, um unsere Spende an Paul e.V. zu übergeben, fühlte sich alles ein wenig gedämpft an – ruhig, fast feierlich. Vor dem Haus von Ulla und Wolfgang Finger standen wir schließlich zu dritt beisammen, den großen Melomania‑Scheck in den Händen, und wussten: Dieser Moment bedeutet mehr als eine Zahl.
Ulla und Wolfgang trugen einen Schal mit ghanaischem Muster. Ein kleines Detail, aber eines, das sofort berührt. Denn es erinnert daran, dass die Arbeit von Paul e.V. nicht abstrakt ist. Sie gilt Menschen, deren Leben von Verlust, Armut und Unsicherheit geprägt ist – Witwen, die plötzlich allein für ihre Familien stehen, und Waisen, die ohne Schutz und Perspektive aufwachsen. Paul e.V. begleitet sie mit Bildung, psychosozialer Unterstützung, Schutz vor Ausbeutung und der Chance auf ein würdiges Leben.
Dass wir diese Arbeit unterstützen dürfen, erfüllt uns mit Dankbarkeit. Unser Benefizkonzert „Himmelslichter“ in Tauberbischofsheim war ein Abend voller Musik und Gemeinschaft. Und obwohl die Veranstaltungskosten hoch waren, wollten wir ein Zeichen setzen. Also haben wir aufgerundet – nicht, weil wir mussten, sondern weil es sich richtig anfühlte. Musik soll verbinden, Hoffnung schenken und dort wirken, wo sie gebraucht wird.
Die Übergabe selbst war leise, herzlich und von gegenseitigem Respekt getragen. Keine Bühne, kein Applaus – nur drei Menschen, die an das Gute glauben und gemeinsam etwas bewegen wollen. Für uns war es ein Moment, der zeigt, wie eng Musik und Menschlichkeit miteinander verwoben sind.
Und wir gehen weiter diesen Weg: Schon am 1. März singen wir erneut für einen guten Zweck – diesmal zugunsten von Kinderwünsche e.V. aus Neubrunn. Und im Advent 2026 führen uns die „Himmelslichter“ nach Weikersheim, wo wir für Sambia e.V. auftreten werden.
So wächst aus jedem Konzert ein Stück Verbundenheit – hier bei uns und weit darüber hinaus.
Foto: Sebastian Kinner






